Forschung
Grenzflächenverfahrenstechnik

Arbeitsgruppe Grenzflächenverfahrenstechnik

Die Themen der AG Grenzflächenverfahrenstechnik sind resorbierbare Materialien für Implantate, Untersuchungen von medizintechnisch relevanten Fluidströmungen sowie Blutverträglichkeitsuntersuchungen.

  • Resorbierbare Materialien

    Um unterschiedliche Materialien für degradierbare Implantate auf ihr Degradationsverhalten zu untersuchen, werden neue In-vitro-Testmethoden entwickelt. Diese erlauben eine Vorhersage der Degradationseigenschaften unter physiologischen Bedingungen. Für die Degradation in Verbindung mit einer Medikamentenabgabe spielt die Freisetzungskinetik eine besondere Rolle, die zu einer Verbesserung der Medikamenten-Material-Kombination und der Verarbeitung führen soll.

    • Degradierbare Polymere (PEO, PGA, PCL, Chitosan, Kollagen u. a.)
    • Degradierbare Metalle (Magnesium)
    • Elektrospinnen
    • Gerichtete Erstarrung
    • Beschichtungen
    • In-vitro-Degradationstests unter dynamischen oder statischen Bedingungen
  • Fluidströmungen

    In vielen biomedizinischen Anwendungen kommen Bauteiloberflächen in Kontakt mit einer strömenden Suspension aus Zellen und großen Molekülen. Diese reagieren auf Strömungseinflüsse, insbesondere auf die wirkende Scherspannung, die zu einer Aktivierung oder Schädigung führen können kann. Die Strömungsform  hat damit einen wesentlichen Einfluss auf die an der Grenzfläche stattfindenden Prozesse. In der Arbeitsgruppe werden insbesondere Blutströmungen untersucht.

    • Visualisierung und Analyse von Strömungsfeldern in natürliche und künstliche Herzklappen
    • Gefäßprothesen und dynamische In-vitro-Testsysteme zur Blutverträglichkeit
    • Auslegung, Konstruktion und Fertigung von Testkreisläufen für die Strömungsvisualisierung durch Particle Image Velocimetry (PIV)
    • Beanspruchung von Zellkulturzellen mit Schubspannungen in einem Kegel-Platte-Bioreaktor


  • Blutverträglichkeit

    Trotz der Popularität der Kryokonservierung in industriellen, klinischen und akademischen Anwendungsbereichen sind sowohl die Auswirkungen der Kryokonservierung auf subzelluläre Wechselwirkungen als auch auf epigenetische Mechanismen bislang noch nicht eindeutig charakterisiert worden. In früheren Arbeiten am Institut konnte gezeigt werden, dass DMSO das genetische und epigenetische Profil der Zellen beeinflusst. Zudem treten diese Veränderungen nicht zwingend direkt nach dem Auftauen auf, sie könnten auch eine Langzeitwirkung besitzen. Um die ungewünschten Einflüsse der CPA zu reduzieren, haben wir uns diesbezüglich folgende Schwerpunkte gesetzt:

    • Neuen CPA-Mischungen, um eine Senkung der DMSO-Konzentration zu erzielen
    • Serumfreie Kryokonservierung
    • Zellschutz durch Alginat-Kapseln


Unsere Lehrveranstaltungen

ANSPRECHPERSON

M.Sc. Kai Höltje
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Adresse
An der Universität 1
30823 Garbsen
Gebäude
Raum
210
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An der Universität 1
30823 Garbsen
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Raum
210