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MuT

Foto MuT: Dorota Sliwonik 2013 (IMPT)

Innovationen brauchen Mädchen und Technik (MuT)

 

Was will ich später mal werden? Dieser Frage wollten am 11. November über 140 Mädchen und junge Frauen aus den Schulen im Umkreis Hannover näher kommen. Schon im Vorfeld waren alle Plätze des Mut-Kongresses, der im Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover (PZH) in Garbsen stattfand,  ausgebucht. Mit einem vielfältigen Programm führte der Kongress einen Tag lang durch die neuesten Erkenntnisse der Naturwissenschaften. Dabei ging er ganz speziell auf die Mädchen ein. Mit einem Speed-Dating der Mint-Frauen, also Frauen die in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erfolgreich im Beruf stehen, konnten die Teilnehmerinnen erfahren, dass sich Familie und ein naturwissenschaftlicher Beruf durchaus vereinen lassen.

 

Keine Angst vor Technik

 

„Habt vor Mathe keine Angst“, rät auch Frau Professor Glasmacher vom IMP. Sie hielt einen Vortrag über ihren eigenen Karriereweg als Ingenieurin im Maschinenbau. Sie will gerade an diesem Tag den Spaß der Mädchen an Technik wecken und fragte gleich in die Runde, wem denn vor allem Physik in der Schule liege. Nur vereinzelt gingen die Hände hoch. Bei Biologie waren es da schon mehr. Alina Müller-Wirts ist eine der Mädchen, die sich bei Physik gestreckt haben. Ihr gefällt an Physik und Mathe vor allem, dass sich Wege logisch nachvollziehen lassen und wie die Wissenschaftler diese in der Vergangenheit entdeckt haben. Was sie später mal werden will, weiß sie dennoch noch nicht. Ob sie eher Musik oder Physik studieren wird, kann sie heute nicht sagen. Dieser Tag wird sie jedoch eher in die naturwissenschaftliche Richtung geleitet haben. Das Plasmasschweißen hat der 16-jährigen von der Schillerschule aus Kleefeld besonders gefallen. Auch der Technikwettbewerb, bei dem es galt einen besonders hohen und dennoch stabilen Turm zu bauen, hat ihr Spaß gemacht.

 

Studentinnen geben Ratschläge

 

Neben dem Plasmaschweißen gab es noch zahlreiche andere Angebote in denen sich die Mädchen ausprobieren konnten. Wie man Wind durch einen Ventilator mit Photovoltaik erzeugt, wie ein 3D-Grafikprogramm funktioniert, wie man Herzklappenprothesen herstellt und untersucht oder wie man Zellen einfriert und anschließend weiterverwendet waren nur einige der Projekte, die in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität und vielen regionalen Partnern angeboten wurden.

Die Mädchen wurden außerdem an diesem Tag von angehenden Ingenieurinnen der Leibniz Universität betreut. Die Studentinnen leiteten die Schülerinnen durch den Tag, gaben Tipps und standen ganz nebenbei auch als wichtige Ansprechpartner für offene Fragen zur Verfügung. Christina Laske gehört zu den zehn Prozent von Frauen, die in Hannover Maschinenbau studieren. Die 21-jährige findet es insgesamt unkomplizierter mit Männern zu arbeiten und kann auch gewisse Vorzüge beim Studium als Frau nicht verleugnen. Sie will durch ihr Tutorium beim Mut-Kongress bei den Mädchen bewirken, dass sie Technik nicht ausschließen und sich letztendlich für das entscheiden, was ihnen schon in der Schule Spaß gemacht hat. Sie selbst will später entweder in die Energie- oder Medizintechnik gehen und dort auch ihren Master machen.

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