ForschungForschungsprojekte
Entwicklung eines anwendungsorientierten Prüfsystems für filtrierende Schutzausrüstung

Entwicklung eines anwendungsorientierten Prüfsystems für filtrierende Schutzausrüstung

Leitung:  Dr.-Ing. Marc Müller
Team:  Tom Bode, M.Sc.; Torben Hildebrand, M.Sc.; Dipl.-Ing. Tobias Rusiecki
Jahr:  2021
Förderung:  „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Laufzeit:  01.01.2021 – 30.06.2023

In dem Kooperationsprojekt mit der Firma Fiber-To-Go GmbH wird ein Prüfsystem für filtrierende Vliesstoffe entwickelt. Dieses System soll in der Prüfung von Vliesstoffen und filtrierenden Schutzausrüstungen für Epidemie- und Pandemiefälle eingesetzt werden und den Stand der Technikbereits bestehender Systeme deutlich überschreiten. Hierbei steht die Berücksichtigung der Anwendungsbedingungen im Vordergrund, was für aktuelle Prüfverfahren nach DIN EN 149 nicht gilt. Diese arbeiten mit Aerosolen („Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas“) aus Natriumchlorid-Lösung und Paraffinöl, die zur Prüfung der Filterwirkung nicht die Eigenschaften des jeweiligen Erregers berücksichtigen und folglich auch nicht die Wechselwirkung mit dem zu prüfenden Vliesstoff abbilden. Der zu entwickelnde Prüfstand wird mit einem Pumpsystem ausgestattet, das es erlaubt anwendungsorientierte Atemvorgänge abzubilden und den Prüfkörperunter physiologischen Bedingungen mit einem Prüfaerosol zu beaufschlagen. Das Prüfaerosol bildet ein ungefährliches Virus-like-Fluid, welches die physikalischen Eigenschaften eines jeweiligen Virus ähnelt und in einem speziell entwickelten Aerosolgenerators vernebelt wird. Die Filterleistung desPrüfkörpers und ggf. zerstörende Wirkung des Vlieses gegenüber dem Virus-Modell wird mit optischen Verfahren inline bestimmt.